Endometriose: ganzheitlich begegnen, Schmerzen lindern, Körper stärken
Ursachen, Symptome, Diagnose und ganzheitliche Behandlungsmöglichkeiten
von Mura Frey-Balke
veröffentlicht: 30. März 2026
Bis zur Diagnose vergehen im Durchschnitt sieben bis zehn Jahre – für viele Frauen mit Endometriose eine lange Zeit voller ungeklärter Schmerzen.
Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter betrifft – und sie bleibt im Durchschnitt sieben bis zehn Jahre lang unerkannt. Mit den richtigen Informationen, einer guten schulmedizinischen Begleitung und ganzheitlicher Unterstützung lässt sich die Lebensqualität jedoch deutlich verbessern, und auch ein Kinderwunsch ist für viele betroffene Frauen erfüllbar.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Du weißt seit Jahren, dass etwas nicht stimmt. Die Schmerzen bei der Regel sind nicht „normal" – auch wenn dir das gefühlt jeder sagt. Du bist erschöpft, du leidest, und trotzdem wirst du mit einem Schulterzucken nach Hause geschickt.
In meiner Praxis sehe ich die vielen Gesichter der Endometriose: junge Patientinnen, die mit heftigsten Regelschmerzen zur Frauenmassage kommen – Paare, die seit einigen Jahren vergeblich versuchen, schwanger zu werden – Frauen, die ihrem Körper nicht mehr vertrauen, weil er ja auch „das mit der Periode" nicht richtig hinbekommt, oder die das Gefühl haben, ihr Körper würde ständig gegen sie kämpfen.
Die Symptome reichen von vielfältigen, andauernden Schmerzen und hoher emotionaler Belastung bis hin zu: „Ich habe Endometriose, die wurde nebenbei entdeckt und ist gerade entfernt worden, aber gespürt habe ich vorher eigentlich nicht so viel."
In diesem Blogbeitrag möchte ich dir Wissen und Hilfestellungen mitgeben, die dich auf deiner individuellen Reise durch's Leben mit Endometriose unterstützen können.
„Frauen mit Endometriose haben oft jahrelang gehört, dass ihre Schmerzen übertrieben oder eingebildet sind – manchmal von Ärzt*innen, manchmal auch von ihrem eigenen Umfeld. Das hinterlässt Spuren. Eine meiner liebsten Aufgaben ist es, gemeinsam mit diesen Frauen wieder Vertrauen in den eigenen Körper aufzubauen. Nicht weil der Schmerz nicht da ist – sondern weil er nicht das letzte Wort haben muss."
Mura Frey-Balke, Heilpraktikerin & Hypnotherapeutin, Naturpraxis Frey KölnInhaltsverzeichnis
- Was ist Endometriose – und was passiert in deinem Körper?
- Wie entsteht Endometriose?
- Diagnose Endometriose: Der oft lange Weg zur Gewissheit
- Adenomyose: Die unbekannte Schwester der Endometriose
- Endometriose und Fruchtbarkeit: Wie hängt beides zusammen?
- Endometriose behandeln – schulmedizinische Ansätze
- Was du selbst tun kannst: ganzheitliche und naturheilkundliche Ansätze
- Die seelische Seite: Endometriose, Kinderwunsch und Psyche
- Fragen und Antworten
Was ist Endometriose – und was passiert in meinem Körper?
Bei einer gesunden Frau regelt der monatliche Hormonkreislauf – gesteuert von Hypothalamus, Hypophyse und Eierstöcken – nicht nur das Wachstum der Eibläschen in den Eierstöcken, sondern bereitet auch die Gebärmutterschleimhaut (das Endometrium) jeden Monat darauf vor, eine befruchtete Eizelle einzunisten. Bleibt eine Schwangerschaft aus, wird diese Schleimhaut wieder abgeblutet: Das ist die Regelblutung.
Endometriose ist eine chronische gynäkologische Erkrankung, bei der sich – vereinfacht gesagt – Gewebeanteile, die der Gebärmutterschleimhaut ähnlich sind, außerhalb der Gebärmutter ansiedeln: etwa an den Eierstöcken oder Eileitern, am Zwerchfell, an Darm oder Blase, oder in seltenen Fällen auch an weiter entfernten Organen wie Leber oder Lunge.
Dieses Endometriosegewebe reagiert genauso wie die Gebärmutterschleimhaut auf die monatlichen Hormonschwankungen: Es baut sich auf, blutet ab – wird aber nicht wie die Periodenblutung nach draußen transportiert, sondern verbleibt im Körper.
Die Folge: Entzündungsreaktionen, Narbengewebe, Verwachsungen, oft starke Schmerzen – und mögliche Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit.
Schätzungsweise ist jede zehnte Frau im fruchtbaren Alter betroffen; grundsätzlich geht man davon aus, dass etwa 30 % aller Frauen jeden Alters eine Endometriose haben können – mit und ohne Beschwerden. Dabei ist die Endometriose so vielgestaltig wie die Frauen, die damit leben. Eines haben viele gemeinsam: Der Weg zur Diagnose dauert durchschnittlich sieben bis zehn Jahre (laut S2k-Leitlinie Endometriose, AWMF 2020) – Jahre, in denen Frauen oft nicht ernst genommen werden.
Wie entsteht Endometriose?
Wie genau das Endometriosegewebe in die freie Bauchhöhle oder an andere Stellen des Körpers gelangt, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt.
Die bekannteste Theorie ist die sogenannte retrograde Menstruation: Die Blutung wird nicht vollständig durch die Scheide nach außen befördert, sondern einzelne Endometriumzellen wandern durch die Eileiter in die Bauchhöhle und siedeln sich dort an.
Eine andere Theorie spricht davon, dass Endometriose angeboren sein könnte – tatsächlich gibt es sehr wahrscheinlich eine genetische Veranlagung, da die Erkrankung in manchen Familien gehäuft auftritt. Auch eine Ausbreitung über Blut oder Lymphe wird diskutiert, ebenso wie autoimmune Komponenten, Umwelteinflüsse und vorgeburtliche Fehlbildungen.
Wahrscheinlich ist die Entstehung multifaktoriell – also ein Zusammenspiel verschiedener Ursachen. Weitere Forschung ist dringend notwendig.
Wie wird Endometriose diagnostiziert? Der oft lange Weg zur Gewissheit
Die Diagnose Endometriose ist komplex. Junge Frauen glauben oft, dass ihre starken Regelschmerzen „normal" wären, und suchen deshalb erst gar keine Ärztin auf. Ich ermutige Frauen in der Praxis immer wieder: Starke Schmerzen gehören abgeklärt.
Weil sich die Endometrioseherde an unterschiedlichen Stellen im Körper ansiedeln und unterschiedlich groß sind, können die Symptome sehr vielfältig sein. Manchmal wird die Endometriose als Zufallsbefund bei einer Blasen- oder Darmspiegelung entdeckt. Manchmal sind Herde so groß, dass eine erfahrene Gynäkologin sie im Tastbefund erkennen kann.
Ergänzend kommen Ultraschall und MRT zum Einsatz – besonders bei Verdacht auf tiefe Infiltration oder sogenannte Endometriome: blutgefüllte Zysten an den Eierstöcken, wegen ihrer Farbe manchmal „Schokoladenzysten" genannt – ein Begriff, der eher verschleiert, wie unangenehm sie sein können.
Der Goldstandard zur Diagnosesicherung ist die Laparoskopie – eine minimalinvasive Bauchspiegelung, bei der Endometrioseherde direkt sichtbar gemacht und histologisch bestätigt werden können.
Wie zeigt sich Endometriose? Symptome, die du ernst nehmen solltest
Die Anzahl und Größe der Herde sagt übrigens nicht unbedingt etwas darüber aus, wie stark deine Schmerzen sind. Nimm dich selbst ernst. Lass dir nicht sagen, du bildest dir etwas ein.
Typische Warnsignale, die auf eine Endometriose hinweisen können:
- Sehr starke, oft krampfartige Regelschmerzen
- Chronische Unterbauchschmerzen außerhalb der Menstruation
- Zwischenblutungen und Schmierblutungen
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Schmerzen beim Stuhlgang oder Wasserlassen, besonders während der Menstruation
- Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Verstopfung oder Blähbauch
- Unklare Blutungen in Stuhl oder Urin
- Erschöpfung und ein diffuses „Ich-bin-nicht-ich-Gefühl"
- Unerfüllter Kinderwunsch über mehr als zwölf Monate
- Eileiterschwangerschaften
- Schmerzen am Zwerchfell ohne erkennbare Ursache
Wenn eines oder mehrere dieser Zeichen auf dich zutreffen: Suche dir eine auf Endometriose spezialisierte Gynäkologin oder mach einen Termin in einem Endometriosezentrum. Eine Übersicht zertifizierter Einrichtungen findest du bei der Endometriose-Vereinigung Deutschland und der Stiftung Endometriose-Forschung.
Und wenn du noch sehr jung bist: Je früher du handelst, umso besser.
Regelschmerzen oder Endometriose – die Symptome der Endometriose sind vielfältig, was eine Diagnose erschwert
Adenomyose: Die unbekannte Schwester der Endometriose
Bei einigen Frauen befinden sich die Endometrioseherde nicht außerhalb der Gebärmutter, sondern in der Gebärmuttermuskulatur (dem Myometrium) – dann spricht man von einer Adenomyose (oder Adenomyosis uteri).
Die Symptome ähneln oft denen der Endometriose. Die Diagnose wird meist über Ultraschall oder MRT gestellt und durch eine Gewebeentnahme gesichert. Auffällig ist, dass die Gebärmutter bei Adenomyose im Ultraschall leicht vergrößert wirkt.
Bei nicht wenigen meiner Patientinnen tritt Adenomyose gleichzeitig mit Endometriose auf. Inwiefern die beiden Erkrankungen sich gegenseitig begünstigen oder gemeinsame Ursachen haben, ist noch nicht vollständig geklärt – in meiner Praxis beobachte ich bei beiden häufig ein Missverhältnis zwischen Östrogenen und Progesteron sowie familiäre Häufungen.
Endometriose und Fruchtbarkeit: Wie hängt beides zusammen?
Endometriose ist eine der häufigsten Ursachen dafür, dass sich ein Kinderwunsch nicht gleich erfüllt. Rund 30 bis 50 Prozent der Frauen mit Endometriose haben Schwierigkeiten, auf natürlichem Weg schwanger zu werden. Das bedeutet aber auch: Die Mehrheit der betroffenen Frauen kann schwanger werden – mit oder ohne medizinische Unterstützung.
Wie beeinflusst Endometriose die Fruchtbarkeit konkret?
- Verwachsungen und veränderte Anatomie: Herde an Eileitern oder Eierstöcken können die Passage der Eizelle behindern oder die Einnistung erschweren.
- Entzündliches Milieu: Chronische Entzündungsprozesse beeinflussen die Eizellqualität und erschweren die Einnistung.
- Endometriome: Diese Zysten an den Eierstöcken können gesundes Gewebe verdrängen und die Eierstockreserve verringern.
- Hormonelle Dysbalancen: Häufig erhöhte Östrogenwerte und eine relative Progesteronresistenz beeinflussen den Zyklus.
- Immunologische Faktoren: Ein überaktives Immunsystem kann die Einnistung erschweren.
Was ich dir mitgeben möchte: Der Schweregrad der Endometriose korreliert nicht immer mit dem Ausmaß der Fruchtbarkeitseinschränkung. Manche Frauen mit hochgradiger Endometriose werden problemlos schwanger, während andere mit leichter Endometriose länger suchen.
Außerdem rate ich den Paaren in meiner Praxis immer: Rechnet die echte Kinderwunschzeit erst ab der Entfernung der Endometrioseherde. Wenn ihr seit drei Jahren versucht, schwanger zu werden, aber erst vor einem halben Jahr mehrere Herde operativ entfernt wurden, dann denkt euch: „So richtig versuchen konnten wir es erst seit einem halben Jahr."
Studien legen nahe, dass sich die Wahrscheinlichkeit, natürlich schwanger zu werden, in den ersten sechs bis zwölf Monaten nach einer Operation deutlich erhöht.
Endometriose behandeln – schulmedizinische Ansätze
Endometriose ist zum heutigen Zeitpunkt noch nicht heilbar, lässt sich aber symptomatisch gut behandeln. Die Optionen richten sich danach, wie alt du bist, unter welchen Symptomen du am meisten leidest – und ob du dir jetzt oder in Zukunft eine Schwangerschaft wünschst.
Hormonelle Therapien – wie die Pille oder Ovulationshemmer – dämmen den Hormonzyklus ein, sodass die Herde kleiner werden und weniger Entzündungen verursachen. Sie sind keine Option, wenn du schwanger werden möchtest.
Operative Therapien – Endometrioseherde und Zysten können per Laparoskopie entfernt werden, was Beschwerden lindert und oft dazu führt, dass Frauen natürlich schwanger werden können.
Symptombehandlung – Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente helfen, akute Schmerzsymptome zu regulieren.
Allgemeine Informationen zur Behandlung findest du bei der Endometriose-Vereinigung Deutschland und der Stiftung Endometriose-Forschung.
Du hast Fragen zu Endometriose?
Wenn du dir eine ganzheitliche, persönliche Begleitung bei Endometriose wünschst – in Köln oder online aus ganz Deutschland – freue ich mich auf ein erstes Gespräch am Telefon (0178 2024048) mit dir. Kostenlos und unverbindlich.
Was du selbst tun kannst: ganzheitliche und naturheilkundliche Ansätze
Als Heilpraktikerin und Hypnotherapeutin mit Schwerpunkt Frauengesundheit erlebe ich in meiner Praxis in Köln immer wieder, wie viel Frauen durch gezielte naturheilkundliche Unterstützung bewegen können – nicht als Ersatz für medizinische Behandlung, sondern als wertvolle Ergänzung.
Entzündungsarme Ernährung
Eine Ernährung, die das Immunsystem unterstützt und Entzündungen reduziert, kann die Symptome lindern und – bei Kinderwunsch – ein besseres Milieu für eine Schwangerschaft schaffen:
- Ballaststoffreiche, vollwertige Kost mit viel Gemüse
- Viele Omega-3-Fettsäuren (fetter Fisch, Leinsamen, Walnüsse)
- Weniger rotes Fleisch, Zucker, Alkohol und stark verarbeitete Lebensmittel
- Manche Frauen profitieren von einem Auslassversuch von Gluten oder Milchprodukten – das ist sehr individuell
Therapeutische Frauenmassage und Osteopathie
Beide Methoden können Verklebungen und Vernarbungen lösen und gezielt zur Schmerzreduktion beitragen.
Stressreduktion und Nervensystemregulation
Chronischer Stress erhöht den Cortisolspiegel und verstärkt die relative Progesteronschwäche, die Endometriose häufig begleitet. Stressreduktion ist für Frauen mit Endometriose deshalb keine nette Ergänzung – sondern ein echter Teil der Behandlung.
Hypnotherapie kann hier gezielt eingesetzt werden: um das Nervensystem zu regulieren, innere Anspannungen zu lösen und den Körper in einen Zustand zu bringen, der Wohlbefinden – und bei Kinderwunsch auch Empfängnis – begünstigt.
Heilpraktische Begleitung und hormonelle Regulation
Die gezielte Unterstützung mit Phytotherapie, naturheilkundlichen Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln kann helfen, das Hormonsystem zu regulieren, Entzündungen zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern.
Mikronährstoffe wie Folsäure, Vitamin D, Omega-3, Q10, Magnesium und Zink spielen eine zentrale Rolle in der Hormonsynthese, der Eizellqualität und der Einnistung – gerade bei Kinderwunsch lohnt sich hier ein gezielter Blick auf die eigene Versorgung.
Positives Körperbild und psychologische Begleitung
Nicht wenige meiner Patientinnen mit Endometriose entwickeln unter andauernden Schmerzen oder einem länger unerfüllten Kinderwunsch ein negatives Körperbild. Mit Aufklärung, Gespräch und gezielten Hypnosesitzungen unterstütze ich sie dabei, das wieder zu verändern.
Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine Endo-Patientin, die mitten in der dritten Hypnosesitzung den Satz „Na klar kann mein Körper schwanger werden!" freudig aussprach. Gerade erwartet sie ihr erstes Kind.
Wenn dich diese Ansätze interessieren: Vereinbare gerne einen kostenlosen Telefontermin – damit du mir von deinem Fall erzählen kannst und wir gemeinsam überlegen, was für dich passend wäre.
Die seelische Seite: Endometriose, Kinderwunsch und Psyche
Endometriose ist trotz ihrer Verbreitung noch immer eine zu wenig bekannte Erkrankung. Frauen hören viel zu häufig: „Das sind doch nur Regelschmerzen" oder „Entspann dich einfach mal." Das tut weh. Und es ist nicht fair.
Von Frauen mit Endometriose wird oft erwartet – oder sie erwarten es von sich selbst –, in Schule, Arbeitsleben und Alltag genauso zu funktionieren wie alle anderen, obwohl sie oft gleichzeitig mit sehr starken Schmerzen kämpfen.
Und dann ist da noch der Kinderwunsch. Es gibt kaum etwas, das so tief ins Innere einer Frau reicht. Die monatliche Achterbahn aus Hoffnung und Enttäuschung, das Gefühl, dem eigenen Körper nicht vertrauen zu können, die Erschöpfung nach Jahren des Wartens und Behandelns – all das verstärkt den Stress im Körper, erhöht das Schmerzempfinden und hat einen messbaren Einfluss auf Hormone und Immunsystem.
Das bedeutet nicht, dass Stress „schuld" an der Endometriose ist. Aber es bedeutet: Seelisches Wohlbefinden ist ein echter und wichtiger Teil der Behandlung.
Ich begleite Frauen in Köln und deutschlandweit online – empathisch, undogmatisch und auf Augenhöhe. → Mehr über heilpraktische Frauengesundheit bei Mura Frey-Balke
Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Endometriose
Was ist Endometriose?
Endometriose ist eine chronische gynäkologische Erkrankung, bei der sich Gewebeanteile, die der Gebärmutterschleimhaut ähneln, außerhalb der Gebärmutter ansiedeln – etwa an Eierstöcken, Eileitern, Darm, Blase oder in seltenen Fällen an weiter entfernten Organen. Dieses Gewebe reagiert monatlich auf Hormonschwankungen: Es baut sich auf und blutet ab – ohne Abflussmöglichkeit nach außen. Die Folge sind Entzündungen, Narbengewebe, Verwachsungen und oft starke Schmerzen.
Was ist der Unterschied zwischen Endometriose und Adenomyose?
Bei der Endometriose siedelt sich das gebärmutterschleimhautähnliche Gewebe außerhalb der Gebärmutter an – an Eierstöcken, Bauchfell, Darm oder anderen Organen. Bei der Adenomyose wächst dieses Gewebe hingegen in die Gebärmuttermuskulatur selbst hinein. Beide Erkrankungen können gleichzeitig auftreten und gehen häufig mit einem Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron einher.
Woran erkenne ich, ob ich Endometriose haben könnte?
Typische Hinweise sind sehr starke Regelschmerzen, chronische Unterbauchschmerzen außerhalb der Periode, Schmerzen beim Sex oder Stuhlgang, Verdauungsbeschwerden, ausgeprägte Erschöpfung und ein unerfüllter Kinderwunsch über mehr als zwölf Monate. Nicht jede Frau hat alle Symptome – manche entdecken die Erkrankung als Zufallsbefund. Wenn du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt: Lass es abklären.
Ist Endometriose gefährlich?
Endometriose zählt zu den gutartigen Erkrankungen und beeinflusst die Lebensdauer nicht. Dennoch ist sie für viele Frauen mit starken chronischen Schmerzen und eingeschränkter Lebensqualität verbunden – und sie kann einen Kinderwunsch erheblich erschweren. Frühe Diagnose und konsequente Begleitung sind deshalb wichtig.
In welchem Alter tritt Endometriose auf?
Endometriose kann ab der ersten Menstruation auftreten und betrifft Frauen jeden Alters. Schätzungsweise 7 bis 15 % aller Frauen im gebärfähigen Alter sind betroffen. Die höchste Diagnosehäufigkeit liegt zwischen 35 und 45 Jahren. Nach den Wechseljahren mildern sich die Symptome häufig, da der Hormonspiegel sinkt.
Kann ich mit Endometriose schwanger werden?
Ja. Viele Frauen mit Endometriose werden schwanger – auf natürlichem Weg oder mit reproduktionsmedizinischer Unterstützung. Etwa 50 bis 70 % der betroffenen Frauen erfüllen sich ihren Kinderwunsch. Frühzeitige ganzheitliche Begleitung – körperlich und seelisch – kann die Chancen dabei sinnvoll unterstützen.
Warum dauert es bei Endometriose oft länger, schwanger zu werden?
Endometriose beeinflusst die Fruchtbarkeit auf mehreren Ebenen gleichzeitig: anatomisch durch Verwachsungen und Endometriome, biochemisch durch das entzündliche Milieu, und hormonell durch erhöhte Östrogenwerte und Progesteronresistenz. Hinzu kommen die psychische Belastung und oft jahrelange Diagnose-Verzögerungen. Ganzheitliche Begleitung setzt an all diesen Ebenen an.
Wie hilft Hypnotherapie bei Endometriose und Kinderwunsch?
Hypnotherapie setzt direkt am Nervensystem an: In der Hypnose können Anspannungen, Ängste und ein negatives Körperbild gelöst werden. Chronischer Stress erhöht den Cortisolspiegel und verschärft die hormonellen Dysbalancen, die Endometriose begleiten. Viele Frauen berichten nach Hypnotherapiesitzungen von mehr Körpervertrauen, weniger innerer Anspannung und einer deutlich leichteren emotionalen Verfassung.
Welche ganzheitlichen Therapien gibt es bei Endometriose?
Folgende Ansätze können eine schulmedizinische Behandlung sinnvoll ergänzen: entzündungsarme Ernährung, therapeutische Frauenmassage und Osteopathie, Stressreduktion und Hypnotherapie zur Nervensystemregulation, heilpraktische Begleitung mit Phytotherapie und Mikronährstoffen, Akupunktur sowie psychologische Unterstützung zur Entwicklung eines positiven Körperbildes. In der Naturpraxis Frey in Köln entwickelt Heilpraktikerin Mura Frey-Balke individuelle Begleitpläne – in der Praxis oder online.
Hallo, ich heiße Mura
Ich lebe mit meinem Mann und zwei Kindern in Köln. Ich arbeite seit 2009 als Heilpraktikerin, Hypnotherapeutin und Kursleiterin für Hypnobirthing und Hypnomothering.
In meiner Praxis für Frauen- und Familiengesundheit liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit auf dem Kinderwunsch, der Schwangerschaft, der Mutterschaft und allen hormonellen Beschwerden.
Ich begleite seit vielen Jahren Frauen bei hormonelle Störungen und in der Kinderwnschzeit mit naturheilkundlichen Methoden wie Phytotherapie, homöopathischer Hormonbehandlung und der therapeutischen Frauenmassage.
Darüber hinaus unterrichte ich Hypnose zur Selbstentspannung und arbeite hypnotherapeutisch rund um alle Frauenthemen.
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